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W.E.I.Z. II "Kühle Kiste"

Forschungs- und Gründerzentrum W.E.I.Z. II

Eckdaten:

Bruttogeschossfläche 3.330 m²
Nettogrundfläche 2.880 m²
Nutzfläche 2.140 m²
Bruttorauminhalt   12.500 m³


Das neue Gebäude bildet mit dem W.E.I.Z. einen gemeinsamen Vorplatz („Platz der Energie“) und stellt einen weiteren Baustein in der ökologischen Stadtteilsanierung dar. Über einen gemeinsamen Haupteingang werden W.E.I.Z. und W.E.I.Z. II auf kürzestem Wege miteinander verbunden (gemeinsame Präsentation und Frontoffice). Die Nutzflächen des neuen Gebäudes sind rund um eine zentrale Halle mit Oberlicht angeordnet > geringe Erschließungsflächen, natürliches Licht in alle Geschosse.

Ein kostengünstiges Konstruktionssystem (Stahlbetonstützen, Betondecken) erlaubt flexible Büroraumaufteilung und steht in Zusammenhang mit dem Heiz- und Kühlsystem. Das Dach wird als Flachdachkonstruktion mit Kiesschüttung ausgeführt. Der hohe Dämmstandard der Außenhaut und Fenster senkt Heiz- und Kühllasten.


Nutzung:
Im Erdgeschoss befinden sich NTC- Laborräume (Präparationslabor, Physikalisches Labor und Optisches Labor) und Büros. Hier werden Materialien für das im Keller liegende große Labor, das zur Hälfte als Reinraum ausgeführt wird vorbereitet. Im Keller befinden sich außerdem Technikräume, Werkstätten, Lagerräume und Sozialraum. Zusätzlich zum Hauptstiegenhaus gibt es aus dem Keller einen 2. Fluchtweg über den Einbringschacht. Das 1. und 2. OG weisen eine reine Büronutzung auf (Bürogrößen 24 – 70 m²). Bei maximaler Belegung sind im Neubau bis zu 150 Arbeitsplätze möglich.


Energiekonzept „Kühle Kiste“ :

  • kompakter Baukörper mit guter Wärmedämmung
  • optimiertes Wand- Öffnungsverhältnis
  • thermisch aktive Speichermassen mit Betonkernaktivierung (Register in Betondecke)
  • Soleleitung Erdreichregister Tiefensonden mit Wärmepumpe
  • Nachtauskühlung der Büroräume über die Halle
  • Sonnenschutz sensorgesteuert
  • Energiekennzahl 29 kWh/m²a (Niedrigstenergiehaus Wärmeschutzklasse A)


Heizung und Kühlung erfolgen über Erdsonden in Kombination mit einer Wärmepumpe und Fernwärme. Der Ganzjahresbetrieb der Erdsonden verhindert ein Aufschaukeln der Erd- reichtemperatur. Über Fernwärme und Kleinstkonvektoren wird die Spitzenlast Heizung abgedeckt (Komfortregelung).

Architekten des W.E.I.Z. II:

  • DI Arch. Johann Obereder
  • DI Arch. Heimo Staller
  • DI Arch. Robert Tanzer